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Kontoauszug in Excel auswerten

Buchungen in Excel sind noch keine Auswertung. Fünf Schritte bringen dich von der Liste zur Übersicht: exportieren, kategorisieren, mit SUMMEWENN summieren, Monate vergleichen und die häufigsten Fehlerquellen prüfen, bevor du dich auf die Zahlen verlässt.

Zuletzt aktualisiert: 7. September 2026

Das Problem in einem Satz

Ein Kontoauszug in Excel zeigt einzelne Buchungen; wofür du wie viel ausgibst, siehst du erst nach Kategorien und Summen.

Schritt 1: Kontoauszug exportieren

Zieh die Buchungen als CSV oder XLSX aus dem Online-Banking, mit Buchungsdatum, Text und Betrag in eigenen Spalten.

Liegt nur noch eine archivierte PDF vor, muss der Text zuerst wieder in Spalten zerlegt werden.

Beträge, Datum und Buchungstext gehören in getrennte Spalten, nicht in eine gemeinsame Textzelle.

StatementGrid liest textbasierte Kontoauszug-PDFs lokal im Browser und exportiert sie als CSV oder XLSX.

Ein Export kostet 3,90 €, die Prüfung vorab ist kostenlos.

Schritt 2: Buchungen kategorisieren

Lege eine Spalte „Kategorie“ an und ordne jeder Zeile einen Begriff zu, etwa Miete, Wareneinsatz oder Software.

Für wiederkehrende Buchungstexte hilft eine kurze Schlüsselwortliste, die du einmal pflegst und per SVERWEIS zuordnest.

Eine feste Liste erlaubter Kategorien in einer Nebenspalte (Datengültigkeit, Dropdown) verhindert Tippfehler von Anfang an.

Schritt 3: Summen mit SUMMEWENN bilden

Die Formel =SUMMEWENN(Kategorie-Spalte;"Miete";Betrag-Spalte) addiert automatisch alle Beträge einer Kategorie.

Für mehrere Bedingungen gleichzeitig, etwa Kategorie und Monat, nimmst du SUMMEWENNS statt SUMMEWENN.

Verweist die Formel auf eine Zelle statt auf einen fest eingetippten Namen, lässt sie sich für jede Kategorie herunterkopieren.

Schritt 4: Monate vergleichen

Eine Pivot-Tabelle mit Monat in den Zeilen und Kategorie in den Spalten zeigt Trends auf einen Blick.

Ohne Pivot-Tabelle bildest du SUMMEWENNS je Kategorie mit dem Monatsanfang als zusätzlicher Bedingung.

So fällt auf, in welchem Monat eine Kategorie ungewöhnlich stark steigt oder sinkt.

Schritt 5: Typische Fehlerquellen

  • Zahlenformat: Excel muss das Komma als Dezimaltrennzeichen erkennen, sonst zählt SUMMEWENN Beträge nicht oder falsch.
  • Doppelte Buchungen: Ein zweimal importierter Zeitraum verfälscht jede Summe; Anfangs- und Endsaldo prüfen das ab.
  • Vorzeichen: Getrennte Soll- und Haben-Spalten musst du vor der Summierung zu einem Betrag zusammenführen.
  • Uneinheitliche Kategorien: Tippfehler wie „Büro“ und „Buero“ erzeugen zwei Zeilen in der Pivot-Tabelle statt einer.
  • Leere Zellen: Eine leere Kategorie-Spalte zählt nirgends mit; markiere unkategorisierte Buchungen bewusst, etwa als „Sonstiges“.

Kurz zusammengefasst

Export vor Kategorien, Kategorien vor Summen, Summen vor Vergleich: In dieser Reihenfolge bleibt die Auswertung nachvollziehbar.

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Häufige Fragen

Warum ergibt SUMMEWENN nicht denselben Betrag wie der Kontostand?+

Meist liegt es am Zahlenformat: Wurden Beträge beim CSV-Import als Text statt als Zahl gelesen, zählt SUMMEWENN sie nicht mit. Prüfe mit einer Hilfszelle =ISTZAHL(), ob die Betrag-Spalte echte Zahlen enthält, und importiere die CSV nötigenfalls über „Daten > Aus Text/CSV“ mit Komma als Dezimaltrennzeichen neu.

Reicht SUMMEWENN oder brauche ich eine Pivot-Tabelle?+

Für eine einzelne Frage wie „Wie viel Miete zahle ich im Jahr?“ reicht SUMMEWENN. Willst du mehrere Kategorien über mehrere Monate gleichzeitig vergleichen, ist eine Pivot-Tabelle schneller: Sie gruppiert Zeilen und Spalten automatisch, statt dass du für jede Kombination eine eigene Formel schreibst.

Wie bleibt die Auswertung aktuell, wenn neue Buchungen dazukommen?+

Wandle den Bereich über „Einfügen > Tabelle“ in eine Excel-Tabelle um. Neue Zeilen am Ende werden dann automatisch in SUMMEWENN und Pivot-Tabellen einbezogen, ohne dass du Bereiche manuell nachziehst; bei der Pivot-Tabelle genügt anschließend ein Rechtsklick „Aktualisieren“.

Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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